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Fotos und Bildausschnitte vergrößern

Fotos und Bildausschnitte vergrößern

Bildausschnitte vergrößernHeutzutage kann man mit fast jeder Kamera ein Fotos bis zur Postergröße ausbelichten lassen. Wenn von ihm allerdings nur ein Ausschnitt vergrößert wird, reicht seine Auflösung für ein gutes Bild oft nicht aus. Beispielsweise sollen einzelne Gesichter aus einer Gruppenaufnahme auf jeweils ein Foto kommen oder ein Architekturdetail formatfüllend auf Papier gelangen. Solche Elemente enthalten vielleicht gerade genügend Bildpunkte, um die Größe einer Briefmarke auszufüllen.

Falls die Bildgröße nicht ausreicht, warnt die Bestellsoftware eines Belichtungsservices, dass das Resultat unschön wird. Allerdings lässt sich diese Beschränkung umgehen, indem der Bildausschnitt am Computer vergrößert wird. Im Folgenden sind die Grenzen und Möglichkeit dieser Technik zu erfahren.


Was geschieht bei der digitalen Größenänderung?

Wenn ein antiker Römer sein Fußbodenmosaik erweitern wollte, benötigte er mehr Steinchen. Schließlich musste er eine weitläufigere Oberfläche abdecken. Ähnlich geht ein Bildbearbeitungsprogramm vor, wenn es ein Digitalfoto oder auch nur einen Ausschnitt vergrößern soll.


Zoomt man auf ein Detail, sieht man die Bausteine eines Digitalfotos, die Pixel. Seine Vergrößerung wird zwar mit diesen kleinen Bildpunkten aufgefüllt, macht aber nicht mehr Einzelheiten sichtbar, als das Original hergibt.

Ebenso wie ein Mosaik setzt sich ein Digitalfoto aus kleinen Bildpunkten (Pixel) zusammen. Von ihnen verschafft sich die Software mehr, indem es sie einfach mittels mathematischer Verfahren dazu rechnet. Die Farbe dieser neuen Pixel kann sie freilich nur schätzen, indem es das vorhandene Material als Grundlage nimmt. Beispielsweise vermehrt sie ein Muster aus 8 x 8 roten und weißen Pixel kurzerhand um einige rosafarbene. Solche Schätzungen erzeugen zwangsläufig keine größere Detailfülle, sondern blasen die vorhandenen Bildinformationen künstlich auf. Falls man etwa ein Detail mit einem Gesicht vergrößert, wird es dabei unschärfer werden, aber sicherlich nicht mehr Feinheiten aufweisen.

Wie überzeugend das Resultat ausfällt, hängt letztendlich von der richtigen Vergrößerungsmethode ab.


1. Vergrößern mit Hausmitteln

Jedes bessere Bildbearbeitungsprogramm ermöglicht das Standardverfahren mit bikubischer Interpolation. Den entsprechenden Dialog findet man beispielsweise in Photoshop im Menü "Bild - Bildgröße" und in Gimp unter "Bild - Skalieren". Im Falle von Photoshop sind zwei zusätzliche Checkboxen zu beachten. "Proportionen behalten" besagt, dass das Seitenverhältnis der Aufnahme erhalten bleibt. Sobald man einen Wert für die Breite eingibt, ändert sich automatisch der Wert für die Höhe und umgekehrt. Für Fotografien sollte diese Checkbox immer markiert sein, da ansonsten das Motiv verzerrt wird.

Das Menü in Photoshop, um Fotos zu vergrößern. Die drei Verfahren vermehren einen Bildpunkt auf verschiedene Weise.

Weiterhin muss ein Häkchen bei "Bild neu berechnen mit" gesetzt sein. Ansonsten würde sich nicht die Bildgröße ändern, sondern höchstens die Auflösung. Statt 72 Bildpunkten pro Zoll könnte man sich dort 300 tummeln lassen, was im Gegenzug die Abmessungen des Fotos schrumpfen ließe. So eine Auflösungsänderung ist nur nötig, wenn ein Foto für die professionelle Druckvorstufe vorbereitet wird. Für den heimischen Fotodruck ist sie überflüssig, da dies die normalen Druckertreiber ohnehin selbst erledigen.

Das Pixelmengen lässt man mit der Methode "Bikubisch" anwachsen. Sie berechnet neue Pixel im Gegensatz etwa zu "Bilinear" nicht nur mit Hilfe der direkten Nachbarn, sondern auch weiter entfernter Punkte. Auf diese Weise kann die Software zwischen Linien und gleichförmigen Flächen unterscheiden. Entsprechend lagert sie an eine Silhouette eher kontrastreiche Bildpunkte an und teilt einfarbigen Flächen neutrale Schattierungen zu. Die Berechnung ist zwar vergleichsweise aufwändig, erzielt aber bei normalen Aufnahmen die besten Resultate.

Ab Photoshop CS hat man die Variante "Bikubisch glatter" zur Auswahl, die man bevorzugen sollte. Sie erzeugt etwas glattere Kanten als das gängige "bikubisch".


2. Spezielle Softwares

Spezielle Software

Zahlreiche Programme versuchen Bildvergrößerungen möglichst optimal durchzuführen. Beispielsweise unterscheiden diese Spezialisten zwischen Flächen und Kanten, die jeweils anders behandelt werden müssen. Viele erzielen damit schärfere Umrisse und kräftigere Farbflächen als die herkömmlichen Methoden.

Einen hervorragenden Vergleich zwischen ihnen bietet eine englischsprachige Website. Hier kann man sich per Augenschein davon überzeugen, was sie leisten.

3. Links

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