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Wunder der Mikrowelt fotografieren

Wunder der Mikrowelt fotografieren

MikroskopfotografieDie Welt von Käfern, Blüten und anderen Wesen wird Ihnen zu eng? Dann lassen Sie die Makrofotografie hinter sich. Mithilfe von einfachem Zubehör geht man auf Augenhöhe mit Geißeltierchen, zoomt auf das Weiße im Auge einer Fliege oder erforscht bizarre Landschaften auf einem Schmetterlingsflügel. Dieser Schritt lässt sich in der Mikrofotografie vollziehen.

Wissenschaftliche Labors besitzen natürlich Anlagen, die auf die Mikrofotografie spezialisiert sind. Doch bereits mit einer digitalen Kompaktkamera, einem einfachen Mikroskop und etwas Zubehör sind erstaunliche Ergebnisse zu erzielen.

Einfach riesig - ein Mikroskop

MikroskopUm Unsichtbares fürs Auge sichtbar werden zu lassen, wird keine wundersame Ausstattung benötigt. Bereits ein normales Mikroskop, wie es mancher Jugendliche zum Geburtstag bekommt, reicht für spannende Ergebnisse aus.

Gewöhnlich wird man ein so genanntes Durchlichtmikroskop zur Verfügung haben. Das heißt, ein Objekt wird von unten her beleuchtet beziehungsweise durchstrahlt. Aufgrund dieser Bauweise unterliegen Motive zwei Einschränkungen: Erstens sollten sie entweder transparent sein oder zumindest die Lichtquelle nicht großflächig abdecken. Zweitens sind nur dünne Präparate geeignet, da sie auf Glasträgern liegen und über ihnen hauchdünne Deckgläser sind. Für größere, undurchsichtige Objekte wie Mineralien nimmt man dagegen ein Stereomikroskop oder ein Auflichtmikroskop.

Vorteile einer Digitalkamera

Digitalkameras sind für den Blick durch Okular bestens ausgerüstet. Dank ihrem großen Monitor erspart man sich den Blick durch den Sucher. Stattdessen kann man sämtliche Feinheiten bequem und augenfreundlich betrachten. Allein die Auflösung eines LCDs ist manchmal unzureichend, um beispielsweise die Schärfe zu beurteilen.

Außerdem sind Digitalkameras fähig, selbst auf kurze Distanz noch ausreichend Tiefenschärfe zu erzeugen, da sie konstruktionsbedingt kurze Brennweiten aufweisen. Beispielsweise genügt bei einer digitalen Kompaktkamera eine Brennweite von 8 Millimetern, um auf ihrem Bildsensor den gleichen Ausschnitt abzubilden, wie ihn das 34-Millimeter-Objektiv einer Kleinbildkamera liefern würde.

Die Kraft von Kamera und Mikroskop verbinden

MikroskopadapterDie wichtigste Frage ist aber: "Wie dockt man die Kamera an das Mikroskop an". Hierfür gibt es mehrere Lösungen.

  1. Die einfachste Methode wäre, ein Stativ aufzubauen, die Kamera darauf zu pflanzen und ihr Objektiv möglichst präzise vors Okular zu setzen. Für eine stabile Lösung ist aber ein Verbindungsstück vonnöten, das es im Fachhandel zu kaufen gibt. Es kombiniert das Objektiv mit dem Okular. Im Falle von Spiegelreflexkameras mit Wechselobjektiv kommen gewöhnlich ein so genannter T2-Ring und ein Adapterstück zum Einsatz. Da die Kunst der Mikrofotografie schon lange betrieben wird, hat sich hier ein Standard durchgesetzt: Der T2-Ring besitzt ein M42-Gewinde, eine "traditionelle" Größe für Objektive.
  2. Auch für Besitzer eine Kompaktkamera ist gesorgt: Der Hersteller Micro Tech Lab hat entsprechende Zwischenstücke für verschiedene Modelle im Angebot, ebenso der Hersteller Micros. Allerdings kosten sie oft mehr, als man für eine Liebhaberei ausgeben will. Doch auf dem Gebrauchtmarkt erhält man sie auch für einen Bruchteil des Neupreises.
  3. Bastler können mit etwas Geschick selbst einen Adapter bauen. Eine einfache und verständliche Anleitung ist auf Wolfgangs Hobbyseiten zu finden.

Tipps



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