Fotostudios Nieder

Tests

Harmonierende Speicherkarten und Lesegeräte

Harmonierende Speicherkarten und Lesegeräte

Kartenversionen

Manche Fotografen schließen ihre Kamera an den Computer an, um Fotos auf die Festplatte zu überspielen.

Sicherer ist es aber, wenn man die Speicherkarte entnimmt und mithilfe eines Lesegeräts ihren Inhalt transferiert. Auf diese Weise gibt es keine Schwierigkeiten mit Übertragungsprotokollen oder zu langsamen Kameras.

Was nicht passt, wird passend gemacht?

Wenn man sich einen Kartenleser kauft, ist das wichtigste Kriterium, dass er für die eigenen Speichermedien ausgelegt ist. Neben den Angaben auf dem Karton lässt sich dies scheinbar leicht feststellen: Entweder passt die Karte in den Schacht oder nicht. Doch selbst wenn sie willig entgegen genommen wird, klagen viele Benutzer über Probleme: Daten werden nicht vollständig ausgelesen oder gar nicht erst erkannt, die volle Kapazität der Speicherkarte wird nicht ausgenutzt und einiges mehr. Die Ursache hierfür ist, dass Speichermedien wie Secure Digital (SD) oder Compact Flash (CF) seit ihrer Markteinführung verschiedene Versionen durchlaufen haben. Kartenleser kommen nicht mit jeder von ihnen zurecht.

Der einfachste Test ist, sie einfach auszuprobieren. Ansonsten sollte man wissen, welche Karten-Versionsnummern unterstützt werden.

Secure Digital (SD)

Secure Digital KarteDiese beliebten Medien stoßen gleich auf drei Grenzen:

  1. Karten mit einem Fassungsvermögen bis zu einem Gigabyte (GB) entsprechen gewöhnlich dem Standard SD 1.0. Geht es bis zwei Gigabyte, ist der Standard 1.1. Alte Kartenleser folgen manchmal noch dem Standard 1.0. Entweder zeigen sie nur ein Gigabyte von zweien an. Oder sie lesen zwar die 2-GB-Karten ein, doch sind die Daten nach der Übertragung fehlerhaft.
  2. Der große Sprung über die 2-GB-Grenze kam mit SDHC (Secure Digital High Capacity). Lesegeräte, die nur auf SD geeicht sind, können mit den Speicherriesen nichts anfangen, die momentan mit Kapazitäten bis acht Gigabyte erhältlich sind.
  3. Manche Hersteller bieten SD-Karten an, die zwar mehr als zwei Gigabyte fassen, aber nicht dem SDHC-Standard folgen. Auch diese inoffizielle Ware bereitet oft Probleme.

Multimedia Card (MMC)

MultimediacardInnerhalb des Standards sind keine Versionskonflikte bekannt. Doch gibt es eine kleine Falle:

  1. Bei Multimedia-Karten muss man unter Umständen mit einem Geschwindigkeitsverlust rechnen, wenn sie in einem SD-Steckplatz verwendet werden. Das ist durchaus möglich, da manche Geräte für beide Karten ein und denselben Schacht vorsehen. Um jedoch die MMC-Karten in voller Geschwindigkeit anzusprechen, müssen Kartenlesegeräte den MMC-Standard 4.0 voll unterstützen.
  2. Andersherum geht es nebenbei nicht: SD-Karten passen gewöhnlich nicht in Geräte, die nur für MMC vorgesehen sind.

Compact Flash I und II

Compact Flash KarteDer Unterschied zwischen beiden Varianten bestand früher in ihre Dicke. Daher konnten sie nicht in einem gemeinsamen CF-Schacht verwendet werden. Doch da Compact Flash I kaum mehr eingesetzt wird, ist das Problem zu vernachlässigen.

xD-Karten

xD KartenDie Verantwortung für eine korrekte Datenübertagung liegt hier ganz beim Lesegerät. Da die xD-Picture Card im Gegensatz etwa zur SD-Karte über keinen eigenen Controller verfügt, muss es die Steuerung einiger Prozesse übernehmen. Wenn es dafür nicht fit ist, steht das Gerät hilflos vor den verschiedenen Versionen.

Grundsätzlich gilt: Ein Neukauf sollte Karten des Typs H und M klaglos entgegen nehmen, nur alte Modelle kennen und akzeptieren sie nicht.

  1. Von den drei Varianten der xD-Cards trägt die älteste keine besondere Typen-Bezeichnung. Sie war nur in Kapazitäten bis 512 MB verfügbar und wird im Handel nicht mehr angeboten.
  2. Die zweite Baureihe beträgt die Bezeichnung Typ M. Sie ist verglichen mit Typ H etwas langsamer, was allerdings nur bei der Aufnahme von Videos nachteilig bemerkbar ist. Manche Benutzer kennen den Fall, dass längere Filmaufnahmen plötzlich abbrechen. Die Ursache hierfür liegt darin, dass die Filmdaten nicht sofort auf die Karte geschrieben werden, sondern zuerst in einem internen Pufferspeicher landen. Erst wenn er voll ist, müssen sie überspielt werden, damit Platz für die nächsten Sekunden Film ist. Da die Karten manchmal zu träge sind, kommt es zu besagter Unterbrechung.
  3. Falls Typ H zum Einsatz kommt, sollte explizit vermerkt sein, dass das Lesegerät sie vollständig akzeptiert.

Sollten weitere Probleme mit Kartenlesern auftreten, etwa mit der USB-Verbindung, fasst ein älterer Artikel Probleme und ihre Lösungen zusammen. Er ist im Archiv unter dem Namen "Leichtes Spiel mit Kartenlesern" zu finden.

Preload Preload Preload Preload Preload Preload Preload Preload Preload Preload