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Pentax K100D Super

Pentax K100D Super

Die Pentax K100D Super ist eine um ein Staubschutz-System erweiterte Variante der K100D, die bereits seit einiger Zeit im Handel erhältlich ist. Sie vereint viele Komfort-Funktionen, die man von Kompaktkameras erwarten kann, ist aber so flexibel wie man es von einer Spiegelreflex erwarten kann. Wie sich die K100D Super im Testlabor schlägt, verrät dieser Artikel.

Im Vergleich mit anderen aktuellen SLR-Kameras, deren Auflösung mindestens 10 Megapixel beträgt, wirken die 6 Megapixel der K100D Super schon fast ein wenig antiquiert. Allerdings hat die geringere Pixelzahl auch Vorteile - theoretisch etwa geringes Bildrauschen sowie eine schnellere Bildverarbeitung. Sechs Megapixel sind außerdem für Ausdrucke in den Standardformaten bis A4 vollkommen ausreichend, sogar A3 ist noch in ansehnlicher Qualität machbar. Für eine Einsteiger-SLR, deren Preisempfehlung bei rund 700 Euro liegt - inklusive einem Kit-Objektiv mit Brennweiten von 18 bis 55 Millimetern - ist die weitere Ausstattung ebenfalls sehr attraktiv.

Ausstattung

Der Interline-CCD-Bildsensor der Pentax K100D Super versammelt auf eine APS-C-typischen Fläche (23,5 mal 15,7 Millimeter) effektiv 6,1 Millionen Pixel. Da der Sensor über eine Aufhängung nach dem CCD-Shift-Prinzip verfügt, in diesem speziellen Fall Pentax Shake Reduction genannt, kann die Kamera Verwacklungen durch die Fotografenhand ausgleichen und so längere Belichtungszeiten entsprechend bis 3 Blendenstufen zur Verfügung stellen - das führt zu einer besseren Lichtausbeute bei schlechten Lichtverhältnissen. Angesichts der maximalen ISO-Empfindlichkeit von 3.200 gelingen so durchaus noch verwertbare Aufnahmen selbst bei Kerzenlicht, denn das Rauschen hält sich - der Abschnitt Test erläutert dies genauer - in Grenzen.
Die K100D Super speichert die Bilddaten wahlweise als JPEGs (24 Bit Farbtiefe) oder als Raw-Daten (36 Bit Farbtiefe). Pentax liefert eine sehr umfangreich ausgestattete Raw-Entwicklungssoftware namens PHOTO Laboratory 3 mit, die auf dem bekannten SilkyPix-Konverter basiert. Allerdings erfordert das Programm eine gewisse Einarbeitungszeit, da weder die deutsche Übersetzung noch die Oberfläche zur Bedienung sehr intuitiv sind. Die Bilddaten werden in der Kamera übrigens auf SecureDigital-Speicherkarten gesichert, auch SDHC-Karten akzeptiert sie.

Das Display der K100D Super ist 2,5 Zoll groß und hat 210.000 Pixel. Für den nötigen Strom sorgen vier Batterien oder Akkus von Typ AA.

Das Autofokus-System der K100D Super arbeitet mit 11 Messpunkten und neun Kreuzsensoren, die sowohl horizontale als auch vertikale Strukturen nutzen können, um die kontrastbasierte Scharfstellung vorzunehmen. Mehrfeld-Messung und Spot-Fokussierung sind inbegriffen. Eine Abblendtaste dient zur Bestimmung der Schärfentiefe.
Die Belichtung der Kamera übernimmt eine in 16 Zonen aufgeteilte TTL-Offenblendenmessung, die sich zusätzlich Informationen vom Autofokus-Sensor holt. Einstellbar sind Spot und Mittenbetont. Eine Belichtungskorrektur von plusminus zwei Blendenstufen ist in Drittel- oder Halbschritten verfügbar.
Die Belichtungszeiten der Kamera reichen von 1/4.000 bis 30 Sekunden (Bulb). Zusätzlich bietet die Pentax auch diverse Motivprogramme. Dazu gehören typische Profile wie Nachtaufnahmen, Repro, Sonnenuntergang, Kinder, Haustiere, Kerzenlicht, Museum und Theater und noch andere. Dadurch eignet sich die Pentax K100D Super auch als Einsteiger-Kamera. Denn sie ist ähnlich leicht zu bedienen wie eine Kompakte, wächst in ihrer Flexibilität aber mit den Fähigkeiten des Fotografen. Für erfahrene Lichtbildner gibt es Blenden- und Zeitautomatik sowie ein manueller Modus mit einer Option auf spezielle Langzeitbelichtungen.
Das integrierte Blitzgerät der Pentax K100D Super mit einer Leitzahl von 15,6 bei ISO 200 besitzt einen Leuchtwinkel von 28 Millimetern und alle typischen Programme wie Aufhellblitz, Rote-Augen-Reduktion oder Automatik. Ein zusätzlicher Zubehör-Schuh auf der Oberseite des Gehäuses ermöglicht den Einsatz von P-TTL-kompatiblen, externen Blitzen.
Die Pentax versteht sich bestens mit den meisten Objektiven, die an ein KA-, KAF sowie KAF2-Bajonett passen. Ältere K-Objektive oder Optiken fürs M42-Bajonett sind teilweise mittels Adapter mechanisch nutzbar, unterliegen aber diversen Beschränkungen (zum Beispiel Belichtungsmessung). Angesichts der Sensorgröße beträgt die Brennweitenverlängerung zirka 1,5 - ein Objektiv mit 50 Millimeter Brennweite arbeitet an der K100D Super mit realen 75 Millimetern. Da außerdem ein SDM-Autofokussystem integriert ist, können ultraschall-getriebene Optiken verwendet werden.

Als Speicherkarten sind SD- und SDHC-Karten vorgesehen. Der Fotograf kann zwischen automatischer und manueller Scharfstellung wählen - spezielle Optionen für den AF sind im Menü zu finden.
Ein klassisches Info-Display auf der Oberseite der Kamera zeigt wichtige Einstellungen an. Ein USB-Kombistecker ermöglicht den Anschluss der Kamera an Computer, Drucker und Videogeräte.

Für die Stromversorgung sind klassische Akkus im AA-Format vorgesehen, mit neuen und leistungsstarken Zellen schießt die Pentax bis zu 700 Fotos mit einer Ladung. Per USB wird die Kamera an einen PC oder PictBridge-kompatiblen Drucker angeschlossen. Ein Netzteil sowie ein Fernauslöser sind optional erhältlich. Im Lieferumfang enthalten ist ein Video- und USB-Kabel, ein Tragriemen für den Kamerabody, vier einfache Batterien, die oben genannte Software zur Raw-Konvertiertung, ein Programm zur Bildbetrachtung sowie Schutzabdeckungen für Okular und Objektivanschluss.

... im Test

Im sehr kompakten Gehäuse, das trotz Metallchassis und struktureller Verstärkungen relativ leicht bleibt, stecken viele moderne Schmankerl der Fototechnik. Die K100D Super ist eigentlich weitgehend identisch mit dem etwas älteren Schwestermodell K100D. Das "Super" im Produktnamen steht für ein zusätzlich integriertes Staubschutzsystem - mehr dazu im Abschnitt "Besonderheiten".
Erfahrene Bildmacher erkennen auf den ersten Blick, warum es sich bei der Pentax K100D Super um eine typische Einsteiger-Spiegelreflex handelt: Sie produziert knackig bunte Fotos für den Publikumsgeschmack. Die generelle Farbsättigung liegt bei saftigen 125 Prozent, die Kamera betont insbesondere Rot- und Gelbtöne sehr stark. Das führt zu Porträt-Fotos mit gesundem Teint und insgesamt zu wärmeren Farben in Fotos. Lichtbildner, die ihre Aufnahmen nachträglich am Computer bearbeiten wollen, sollten unbedingt das Raw-Format vorziehen, denn den JPEG-Bilddaten aus der Kamera kann man die hohe Sättigung nicht abgewöhnen.
Die Auflösungsmessung zeigt ein Ergebnis, das für eine Kamera dieser Megapixel-Klasse in Ordnung geht - mit 1.467 ermittelten Linien pro Bildhöhe im Vergleich zu 2000 Pixel realer Bildhöhe nutzt die Pentax das Potenzial jedoch nicht aus - zumindest bei Verwendung des mitgelieferten Kit-Objektivs smc DA 18-55/3,5-5,6 AL, mit dem die Auflösungstests durchgeführt wurden. Dieses zeigt außerdem eine deutliche Vignettierung (Randabschattung), die 1,13 Blendenstufen von der Bildmitte bis zu den Rändern hin beträgt.
Gut schlägt sich die Pentax, wenn es um Dynamikumfang und Bildrauschen geht. Bei ISO 200 liegt der Unterschied zwischen dem hellsten und dunkelsten Bildpunkt beim Testmotiv bei 9,28 Blendenstufen (bei Spiegelreflex-Kameras üblicherweise zwischen 8 und 11), der Dynamikumfang liegt also gut im Schnitt. Der Unterschied zwischen dunkelstem und hellstem Bildpunkt in einer einfarbigen, gleichmäßigen Fläche, anhand dem das Bildrauschen gemessen wird, beträgt bei der niedrigsten Einstellung von ISO 200 nur 0,55 Blendenstufen - sehr gut. Bei ISO 400 sinkt der Wert sogar auf 0.46, das dürfte an der zugeschalteten elektronischen Rauschfilterung liegen. Bei der Maximaleinstellung von ISO 3.200 liegt der Blendenwert im Vergleich immer noch sehr niedrig bei 0.97 (typischerweise über 1, bei Kompakten vielfach sogar deutlich über 2). Insgesamt ist das Rauschverhalten der K100D Super also wirklich lobenswert.
Hinsichtlich der Geschwindigkeit bewegt sich die Kamera auf gutem Einsteigerniveau. Sie erreicht eine Serienbildgeschwindigkeit von 2,8 Bildern pro Sekunde für 5 Fotos in Folge, danach muss sie zunächst den Zwischenspeicher auf die Speicherkarte entleeren. Auslöseverzögerung und Fokussierung sind sehr flink, außer bei sehr kontrastarmen Motiven ist die K100D kaum messbar und blitzschnell auf das Motiv eingestellt.
Fazit: Die Pentax ist insbesondere für Einsteiger ein durchaus attraktives Angebot, das wenige Wünsche offen lässt. Digitale SLR-Kameras mit 6 Megapixel erhält man zwar inklusive Kit-Objektiv schon für weniger als 700 Euro - etwa Sonys Alpha 100. Der Aufpreis für die Pentax lohnt sich aber, sobald man sich nicht nur auf das Kit-Objektiv beschränken möchte, sondern zusätzliche Optiken für größere Aufnahmeflexibilität wünscht. Pentax hat gerade erst sehr interessante und passende Objektiv-Modelle angekündigt, etwa die sehr lichtstarken 16-50/F2.8 und 50-135/F2.8, die sich ideal ergänzen.
Die K100D Super ist pflegeleicht, sehr stabil und einsteigerfreundlich ausgestattet, liefert eine vernünftige Bildqualität und ist vielseitig erweiterbar - daher stimmt das Preis-Leistungsverhältnis und sie verdient eine Kaufempfehlung.

Um das Testbild in der Originalauflösung (JPEG-Format; beste Qualitätseinstellung der Kamera) anzusehen, klicken Sie auf das Vorschaubildchen. Wegen der Dateigröße kann der Download durchaus einige Zeit in Anspruch nehmen.
Sehr kräftige Farben in JPEG-Fotos entsprechend zwar dem Publikums-Geschmack, sind aber nicht immer sehr natürlich. Wer im Raw-Format fotografiert, kann das umgehen. Rausch- und Dynamik-Werte sind hingegen lobenswert.

Besonderheiten

Staubschutz-Systeme sind wichtig - nicht nur, weil sie Bildfehler verhindern, sondern in gewissen Grenzen auch den Bildsensor schützen. Pentax' Maßnahme gegen Schmutz auf der Aufnahmefläche sieht eine besondere antistatische Beschichtung auf dem Low-Pass-Filter vor, die es gar nicht zulässt, dass Teilchen sich auf der Oberfläche ansiedeln. Zusätzlich wird der Bildsensor in schnelle Schwingungen versetzt, um eventuell anhaftende Partikel einfach abzuschütteln. Ein Klebestreifen nimmt die Partikel auf und verhindert, dass sie erneut im Gehäuse herumfliegen.
Auch wenn dieses und andere Systeme zum Staubschutz in aller Regel gut funktionieren, kann man sich eine gelegentliche Säuberung der Sensorfläche meist doch nicht sparen - spezielle Reinigungsutensilien dafür gibt es im Handel.

Fakten, Fakten

Name der Kamera K100D Super 
Hersteller  Pentax 
Auflösung  3008 x 2008 Pixel 
CCD Brutto  6 Megapixel 
Objektiv  3.04 -fach Zoom, 27-82 mm
Digitalzoom: 0-fach 
Lichtstärke  3f  
Makro  25 bis 35 Zentimeter  
Sucher  optischer Sucher
Spiegelreflex
 
LCD-Display  2.5 Zoll
Farb-TFT mit 210.000 Pixel  
Speichersystem  SD-Card
Sonstige
Mitgeliefertes Medium  , 0 MB  
Interner Speicher  -
Schnittstellen USB
 
TV-Anschluss  NTSC/PAL
 
 
IN DER PRAXIS
 
  
Einschaltdauer  0 Sekunden 
Auslöseverzögerung ohne Vorfokus  0 Sekunden 
Auslöseverzögerung mit Vorfokus  0.00 Sekunden
Belichtung manuelle Blendenvorwahl
manuelle Zeitvorwahl
komplett manuell
Belichtungsreihenautomatik (Bracketing)
Belichtungskorrektur +/- 2 Blendenstufen
 
Eingebauter Blitz Ja, Reichweite: 4.00 m  
Blitzmodi Immer ein
Immer aus
Automatik-Blitz
Slow-Sync
Anti-Rote-Augen
 
Zusatzblitz über Blitz-Schuh
 
Standardbildformat JPEG

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