Der Autfokus hilft dem Fotografen, blitzschnell scharfzustellen. Allerdings funktioniert er nicht immer wie erwünscht, gelegentlich zielt er daneben. Beispielsweise fokussiert er auf eine Laterne statt auf die Person daneben. Dem Apparat ist dabei gleichgültig, dass etwa die Freundin das interessantere Bildelement ist. Er hält sich an alles, was ihm klare Kontraste liefert und das ist im Zweifelsfall der Laternenpfahl.
Wenn die Fehlfokussierung häufig passiert, könnte es aber sein, dass der Autofokus schlicht falsch justiert wurde. Dies wäre ein Fall für den Service des Herstellers. Um das Problem zu bestätigen, kann man einen kleinen Test durchführen. Die Website traumflieger.de stellt dazu die Materialien bereit, ansonsten wird nur ein Drucker benötigt.
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| Wenn die Skala weder vor noch nach, sondern genau bei der Nullstelle scharf abgebildet ist, funktioniert der Autofokus normal. |
Die druckbare Testkarte besteht im Wesentlichen aus zwei Linealen und einem Fokuspunkt zwischen ihnen. Diese gibt man auf ein DIN A4-Blatt aus und knickt sie entsprechend der Anweisung. Die Karte sollte dann in einem Winkel von 45 Grad etwa auf einem Tisch aufgestellt werden. Für ein zuverlässiges Ergebnis montiert man die Kamera auf ein Stativ oder einem anderen ruhigen Unterbau. Abschließend wird auf den Fokuspunkt (eine kleine Amsel) scharfgestellt.
Im besten Fall ist die Skala auf der Höhe der Amsel scharf abgebildet. Wenn der Schärfebereich aber davor oder dahinter liegt, stimmt etwas nicht.
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| Die Testkarte hilft auch, schwierige Objekte exakt zu erfassen. |
Die Testkarte dient einem weiteren Zweck: Mit ihrer Hilfe lassen sich Objekte scharfstellen, bei denen der Autofokus zwangsläufig versagt. Dies betrifft glänzende oder kontrastarme Gegenstände. Auf das Problem trifft man häufiger bei der Produktfotografie: eine metallische Uhr, Kristallglas oder ein Bild in Pastellfarben sind nur schwer anzuvisieren. Selbst mit manuellem Fokus kann es mühselig sein, die beste Einstellung zu treffen.
Stellt man aber die Testkarte neben das Objekt, ist eine klare Referenz gegeben. Sie muss sie nur so platziert werden, dass ihr Nullpunkt neben dem Gegenstand zu sehen ist. Dann stellt man auf diesen Punkt scharf und hat die Garantie, dass auch alle Objektdetails präzise erfasst sind.