Fotostudios Nieder

Tipp

T-Shirt Drucke

Kontrasstarke T-Shirt-Drucke gestalten

Auch 41 Jahre nach seinem Tod ist Che Guevara erstaunlich populär. Das Foto des Revolutionärs prangt von vielen T-Shirts. Meist hebt es sich als schwarzer Umriss von rotem Untergrund ab. In diesem Stil lassen sich auch eigene Porträts herstellen, die oft eindrucksvoller wirken als gewöhnliche Aufnahmen. Zahlreiche Fotohändler bieten einen speziellen Service und drucken eigene Digitalfotos auf Hemden, Schürzen, T-Shirts oder anderen Textilien ab.

Natürlich muss man sich keine Baskenmütze aufsetzen und die Haare wachsen lassen, um dem berühmten Kubaner nachzueifern. Die vorgestellte Technik eignet sich für sämtliche Motive, die auf Stoff gut herauskommen sollen: prägnante Porträts, Tiere mit deutlicher Fellzeichnung oder Schattenrisse.

Indem eine günstige Bildvorlage ausgewählt wird, erspart man sich einige Arbeit. Gut ist, wenn sie

  1. verhältnismäßig kontraststark ist und
  2. ihr Hintergund hell und gleichmäßig ist. Dann verschwindet er während der folgenden Operationen von selbst, und man muss das Hauptmotiv nicht mühsam freistellen.

Möglicherweise muss dennoch etwa ein Gesicht aus dem Foto ausgeschnitten werden, damit kein Tapetenmuster, Gezweig oder andere Störfaktoren den Schattenriss verunzieren. Einige hilfreiche Verfahren sind in den Tipps "Blendende Porträts mit dem digitalen Aufhellblitz" und "Haare freistellen" beschrieben, die im Archiv zu finden sind.

Die folgenden Schritte lassen sich in vielen Bildbearbeitungsprogrammen nachvollziehen, ob Adobe Photoshop oder dem kostenlosen Gimp. Allein der Weg durch die Menüs ist unterschiedlich. Der Tipp orientiert sich an den Menüs von Photoshop.

1) "Bild – Modus – Graustufen" erzeugt eine Schwarz-Weiß-Version des Bildes.
2a) "Bild – Einstellungen - Schwellenwert" ist die einfachste Methode, Kontraste gezielt zu verstärken.
2b) Eleganter geht es mit der Tonwertkorrektur. Zuerst schiebt man die Regler links und rechts für Schwarz und Weiß zusammen. Dann entscheidet der mittlere Regler, ob Grauwerte eher Weiß oder Schwarz zugeschlagen werden.
3) Mit "Bild – Farbbereich auswählen" geht es am schnellsten, weiße bis hellgraue Flächen zu selektieren. Eine Toleranz von 128 würde festlegen, dass exakt mittlere Grauwerte die Grenze bilden, zu denen weiße oder hellgraue Bereiche gezählt werden. Bei 200 etwa würden auch sehr dunkle Regionen einbezogen werden, beim Maximum 255 wird ohnehin alles ausgewählt. Hier sind nur 77 vorgegeben, damit selbst hellgraue Regionen erhalten bleiben. Ein Klick ins Weiße führt die Auswahl durch.
4) "Bearbeiten – Löschen" entfernt alles Helle. Nur die schwarzen Umrisse bleiben übrig.
5) Eventuell kann man eine neue Hintergrundfarbe auswählen. Dazu muss der Modus "Graustufen" verlassen werden. Dies ist mit dem Befehl "Bild – Modus – RGB-Farbe" erledigt.
6) Die Farbe soll auf eine eigene, neue Ebene. Sie wird mittels "Ebene – Neu – Ebene" erzeugt. Danach muss sie unter die Hauptebene gebracht werden, damit sie nicht das eigentliche Motiv überkleistert. Mit gedrückter Maustaste lässt sie sich rasch verschieben (siehe Screenshot).
7) Falls die Auswahl noch aktiv sein sollte, wird sie mit "Auswahl – Auswahl aufheben" abgeschaltet. Jetzt kann man die gewünschte Farbe auswählen, zum Eimer-Werkzeug greifen und den Hintergrund kolorieren.

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