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Fujifilm FinePix F100fd

Fujifilm FinePix F100fd

Die Zeit ist längst reif für ein richtiges Nachfolgemodell der legendären FinePix F31fd von Fujifilm -- gute reale Auflösungsfähigkeit gepaart mit geringem Bildrauschen findet man auf hohem Niveau leider eher selten in der Kompaktklasse. Die Japaner haben mit der F100fd vieles richtig gemacht, und nicht weniges besser als die Konkurrenz.
Im Wesentlichen kommt es bei Digitalkameras vor allem auf drei Dinge an: Hohe Schärfe, hohe Lichtausbeute und hoher Dynamikumfang. Alles andere ist zweitrangig, wenn es primär um hohe Bildqualität geht. Das Problem mit modernen Kompaktkameras ist, dass sie aus Kosten- und Designgründen meistens sehr kleine Bildsensoren nutzen. Je winziger sie sind, desto stärker neigen sie zum Bildrauschen. Gleichzeitig wird es für die Objektivhersteller schwieriger, leistungsfähige Optiken zu produzieren, die im Zusammenspiel mit den kleinen Sensoren eine hohe Schärfe garantieren. Fujifilm setzt schon seit Jahren auch in vielen kompakten Modelle auf Bildsensoren mit einer überdurchschnittlich großen Aufnahmefläche. Gleichzeitig hat das Unternehmen sehr gute elektronische Rauschfilter entwickelt. Insgesamt zeigen manche der aktuellen FinePix-Kameras erfreuliche Ergebnisse hinsichtlich der Bildqualität. Und die FinePix F100fd ist keine Ausnahme. Wie sich die neue Kompakte für Anspruchsvolle schlägt, lesen Sie im Abschnitt Test - zunächst mehr zu den Ausstattungsmerkmalen.

Ausstattung

Die FinePix F100fd nutzt einen SuperCCD HR Bildsensor aus Fujifilms Eigenproduktion. Die Diagonale seiner Aufnahmefläche beträgt 1/1,6 Zoll, auf der ungefähr 12 Millionen Pixel Platz finden. Die Bilddaten werden als JPEG-Fotos ausgegeben, das Raw-Format wird leider nicht unterstützt. Vor dem Sensor befindet sich ein von Fujinon entwickeltes Objektiv mit 5fachem optischen Zoom und einer schönen Weitwinkel-Anfangsbrennweite von 28 Millimetern. Wer den Makromodus nutzt, kann Motive ab einer Entfernung von nur rund 5 Zentimetern scharf stellen. Die Lichtstärke des Objektivs überzeugt im Gegensatz zu den meisten anderen Ausstattungsmerkmalen nicht so richtig: Im Weitwinkel liegt sie bei f:3,3, im Telebereich nur bei f:5,1. Das können anderen Kompaktkameras deutlich besser. Kompensiert wird diese leichte Schwäche durch eine Bildstabilisierung nach CCD-Shift-Prinzip, die insbesondere bei schlechten Lichtbedingungen für schärfere Fotos sorgen kann. Denn sie gleicht typische leichter Verwacklungen durch die Fotografenhand aus und ermöglicht dadurch längere Belichtungszeiten.

übersichtliche Bedienlemente sind eine der Stärken der Fujifilm-Kamera.

Als Speicherkarten sollte man die zukunftssicheren SecureDigital-Karten einsetzen.


Der Autofokus kann in verschiedenen Modi betrieben werden - zur Verfügung stehen Area, Multi, Center, sowie kontinuierlicher Autofokus. In schlechten Lichtverhältnissen wird die Kamera zusätzlich von einem AF-Hilfslicht unterstützt, das die Kontraste und damit die Scharfstellung verbessert. Die Lichtmessung erfolgt durch das Objektiv und sie nutzt 256 Zonen.
Bei der F100fd handelt es sich nicht um eine Kamera für Profis, deshalb findet man auch keine manuellen Einstellungsmöglichkeiten für Blende oder Verschlusszeit. Eigentlich ist das angesichts der zahllosen Motivprogramme für viele unterschiedliche Situationen auch kaum nötig. Wenn eine hohe Lichtausbeute gefragt ist, nimmt man beispielsweise Motivprogramme für Nachtfotos oder Sonnenuntergang, oder man wählt ein Programm, in dem besonders hohe ISO-Empfindlichkeit bevorzugt wird. Ist hingegen das Umgebungslicht hell und die Motive sehr hektisch, dann sucht man sich ein Programm, das Wert auf kurze Verschlusszeiten legt - etwa Sport oder Action.
Der Weißabgleich kann wahlweise automatisch erfolgen, oder der Fotograf wählt eine Voreinstellung aus sieben Vorgaben, etwa für Tageslicht, Kerzenlicht oder Leuchstoffröhren. Zusätzlich kann noch ein manueller Abgleich auf eine weiße Fläche oder Graukarte durchgeführt werden.
Die ISO-Empfindlichkeiten lassen sich zwischen ISO 100 sowie sage und schreibe 12.800 wählen, allerdings stehen zwei höchsten ISO-Werte nur bei reduzierter Auflösung zur Verfügung. Die maximale ISO-Empfindlichkeit, die von der Belichtungsautomatik gewählt wird, lässt sich entweder auf 400, 800 oder 1.600 begrenzen.

Das Objektiv wird vollständig eingefahren, wenn die Kamera ausgeschaltet ist.

Die Zoomwippe zoomt leider nicht völlig stufenlos.

Per USB kann man die Kamera an einen PC oder Mac anschließen.

Wegen des erweiterten Brennweitenbereichs erreicht das Objektiv im ausgefahrenen Zustand eine beeindruckende Länge.


Neben Einzelfotos kann die FinePix F100fd auch Videoclips aufnehmen. Möglich sind hier TV-taugliche Movies mit VGA-Auflösung und einer flüssigen Bildrate von 30 pro Sekunde.
Auf der Rückseite des Gehäuses ist ein 2,7 Zoll großes LC-Display integriert, das mit einer Auflösung von 230.000 RGB-Bildpunkten dem gängigen Standard entspricht. Durch die so genannte "WideView"-Beschichtung bietet das Display einen vergleichsweise großen Einblickwinkel, ohne dass die Farben zu sehr verfälschen. Daher können problemlos sogar 2 oder 3 Menschen einen Blick auf den Monitor werfen.
Per USB 2.0 Highspeed wird die F100fd an einen PC oder Mac angeschlossen. Neben dem als Notreserve eher vernachlässigbaren internen Speicher kann die Kamera mit zwei unterschiedlichen Speicherkartenstandards arbeiten - SecureDigital (auch SDHC) sowie xD-Picture Card. Es empfiehlt sich, SD-Karten zu bevorzugen, denn xD-Medien gibt es nur bis 2 Gigabyte und sie haben allem Anschein nach keine Zukunft.
Per Lithium-Ionen-Akku NP-50 wird die FinePix mit Strom versorgt, ein passendes Ladegerät liefert der Hersteller sinnigerweise mit.

... im Test

Über Design kann man sich bekanntlich streiten, über die Gefälligkeit des kissenförmigen Gehäuses der F100fd auch. Es ist nicht ultrakompakt, aber durchaus noch hosentaschentauglich, es besteht vornehmlich aus Metall und macht einen ebenso wertigen wie stabilen Eindruck. Die FinePix zeigt außerdem ein eingängiges Bedienkonzept, das Einsteiger nicht verwirrt, erfahrenen Fotografen aber ausreichend Spielraum bietet, ohne dass bei Verstellung wichtiger Parameter allzu sehr in den Tiefen der Onscreen-Menüs gegraben werden muss. Funktionen wie die Gesichtserkennung (siehe Abschnitt Besonderheiten) oder die Bildstabilisierung lassen sich direkt auf einen Knopfdruck aktivieren, das ist praktisch. ISO-Werte oder Weißabgleich erreicht man immerhin direkt in einem schnell aktivierbaren F-Menü.
Über Bildqualität hingegen kann man kaum streiten - hier gibt es schließlich Regeln, nach denen sie sich beurteilen lässt. Und hier liefert die FinePix F100fd beeindruckende Leistungen ab. Allem voran die Auflösung: Mit knapp 2.800 Linien pro Bildhöhe im Vergleich zur Pixelhöhe von 3.000 kommt die Fuji so nah an das Idealergebnis heran wie es nur wenige sehr gute D-SLR-Kameras schaffen. Natürlich wird diese überragende Leistung auch ein bisschen durch elektronische Nachschärfung der Fotos erschummelt, aber das ändert nichts daran, dass die Bildqualität hinsichtlich der Schärfe schon einmal überzeugen kann.
Ebenfalls keinen Anlass zur Klage ergibt die Präzision der F100fd, wenn es um Farben geht. Im Gegensatz zu den meisten anderen Kompaktkameras untersättigt die Fuji einige Farben sogar etwas (ca. 90 Prozent), um ein möglichst neutrales und natürliches Ergebnis zu erzielen. Das gelingt: Die Abweichungen vom Idealzustand sind sehr gering, Porträtfotos werden leicht unterbelichtet aber mit herausragend schönen und natürlichen Farben produziert. Der Detailreichtum auch in schwierigen Bereichen wie der roten Garnrolle im Testfoto überzeugt zusätzlich. Der Weißabgleich enttäuscht ebenfalls nicht, tendiert nur selten eine winzige Spur richtung Rot/Gelb.
An ihre große, SLR-ähnliche Schwester S100FS kommt die F100fd nicht ganz heran, wenn es um den Dynamikumfang geht. Allerdings erreicht sie immerhin etwas mehr als 9 Blendenstufen und liegt daher im gehobenen Mittelfeld der Kompaktklasse. Kurios ist das Rauschverhalten: Ein Wert von 0,8 Blendenstufen Luminanzrauschen von Pixeln in einer einfarbigen Fläche bei ISO 100 ist noch akzeptabel, aber bis ISO 400 sinkt der Wert trotz erhöhter Empfindlichkeit zunächst auf knapp 0,7 Blendenstufen - hier zeigt sich die auch subjektiv überlegene Rauschunterdrückung durch die von Fujifilm entwickelte Real Photo Technology. Bei der maximalen ISO-Empfindlichkeit von 3.200, die noch bei voller Auflösung erreicht werden kann, steigt der Rauschwert aber doch rapide bis auf 3,1 Blendenstufen an. Mit einer so hohen Empfindlichkeit sollte man tatsächlich nur fotografieren, wenn es unbedingt nötig ist. Praktisch ist daher, dass man die Automatik anweisen kann, nicht über bestimmte Maximalwerte hinauszugehen, um auf jedenfall ein einigermaßen rauschfreies Foto zu erhalten.
Die Abbildungsleistung des Objektivs ist nicht überragend aber noch überdurchschnittlich: Die Randabschattung, also der Verlust der Lichtdurchlässigkeit zum Rand des Bildes hin liegt bei akzeptablen 0,7 Blendenstufen, geringe chromatische Aberrationen (Farbsäume an Kontrastkanten) gibt es nur in den Bildecken. Die bereits erwähnte, extrem hohe Bildschärfe ist nicht zuletzt ein Verdienst des sehr gut an die Kamera angepassten Objektivs.
Fazit: Die FinePix F100fd ist sicherlich nicht die schnellste, kleinste oder schönste Kamera auf dem Markt, aber was Bildqualität, insbesondere die Schärfeleistung angeht, macht ihr keine andere Kompakte etwas vor. Neutrale und stimmige Farben werden bei ihr ebenso groß geschrieben wie extrem feine Detailzeichnung. Ebenfalls erfreulich ist die Zuverlässigkeit der Belichtungsautomatik, des Weißabgleichs und insbesondere der Gesichtserkennung - in vielen Situationen macht die Kamera einfach, was sie soll, und das dazu noch sehr gut. Unbedingte Kaufempfehlung für Fotografen, die auf der Suche nach hoher Bildqualität und Alltagstauglichkeit sind. Weniger empfehlenswert für Lichtbildner, die maximale Kontrolle über die Belichtungsparameter wünschen.

Um das Testbild in der Originalauflösung (JPEG-Format; beste Qualitätseinstellung der Kamera) anzusehen, klicken Sie auf das Vorschaubildchen. Wegen der Dateigröße kann der Download durchaus einige Zeit in Anspruch nehmen.

Extrem gute Schärfe, natürliche Farben, hohe Detailtreue - die FinePix F100fd liefert Bildqualität fast auf SLR-Niveau.

Besonderheiten

Wie schon andere FinePix-Kameras vor ihr zeichnet sich die F100fd durch eine außergewöhnlich flexible Gesichtserkennungstechnik aus, die in der Lage ist Menschen in einem Bildausschnitt wahrzunehmen und Belichtung sowie Schärfe auf sie zu konzentrieren. Das funktioniert auch problemlos mit mehreren Individuen. Selbst dann, wenn sich die fotografierte Person im Kopfstand befindet oder nur eine Profilansicht zu sehen ist, kann die FinePix F100fd meistens Gesichter erkennen. Ganz so weit wie Sony oder Olympus ist Fujifilm mit der Gesichtserkennung aber noch nicht: Die neuesten Cyber-shot-Modelle von Sony beispielsweise können sogar Erwachsene von Kindern unterscheiden, und die so genannte Smile-Shutter-Funktion löst sowohl bei Sony als auch bei Olympus auf Wunsch dann automatisch aus, wenn das Motiv lächelt.

Fakten, Fakten

Name der Kamera FinePix F100fd 
Hersteller  Fujifilm 
Auflösung  4000 x 3000 Pixel 
CCD Brutto  12 Megapixel 
Objektiv  5 -fach Zoom, 28-140 mm
Digitalzoom: 8-fach 
Lichtstärke  3.3f  
Makro  5 bis 45 Zentimeter  
Sucher  LC-Display im Sucher
 
LCD-Display  2.7 Zoll
TFT mit 230.000 RGB-Bildpunkten  
Speichersystem  SD-Card
xD-Picture Card
Sonstige
Mitgeliefertes Medium  -, 0 MB  
Interner Speicher  -
Schnittstellen USB
Infrarot
 
TV-Anschluss  NTSC/PAL
 
 
IN DER PRAXIS
 
  
Einschaltdauer  1.6 Sekunden 
Auslöseverzögerung ohne Vorfokus  0.6 Sekunden 
Auslöseverzögerung mit Vorfokus  0.05 Sekunden
Bildfolge volle Auflösung 0.60 Bilder pro Sekunde
Bildfolge im Serienmodus 1.00 Bilder pro Sekunde
Max. Bildanzahl Serie 3 Bilder 
Belichtung Belichtungsreihenautomatik (Bracketing)
Belichtungskorrektur +/- 2 Blendenstufen
 
Eingebauter Blitz Ja, Reichweite: 3.50 m  
Blitzmodi Immer ein
Immer aus
Automatik-Blitz
Slow-Sync
Anti-Rote-Augen
 
Zusatzblitz nein
 
Standardbildformat JPEG , 6 Kompressionsstufen





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