Fotostudios Nieder

Tipp

Einen Regenbogen zaubern

Einen Regenbogen zaubern

Ein Regenbogen verheißt Glück, einen Goldtopf oder schlicht die Rückkehr der Sonne. Daher wird er gerne in Illustrationen oder stimmungsvollen Fotos gesehen. Falls die Natur bei einer Aufnahme nicht mitspielen wollte, kann man ihn sehr leicht digital erzeugen. Die Verschönerung erfordert nur relativ einfache Werkzeuge, daher lässt sie sich in fast jedem Bildbearbeitungsprogramm durchführen.

Über die wesentlichen Funktionen wie Ebenen, Ebeneneigenschaft und Verlaufswerkzeug verfügen Gimp, Photoshop Elements oder Paint Shop Pro Photo X2. Das erste Programm ist kostenlos, die anderen sehr preiswert erhältlich.

Der Regenbogen macht sich gut auf Grußkarten, Landschaftsaufnahmen oder auf vielen Fotogeschenken, die ein Bilderservice anbietet. Beispielsweise kann man Schneekugeln, Bettwäsche oder Kissen mit eigenen Aufnahmen schücken, denen das Naturwunder zusätzlich Farbe verleiht.

1. Zuerst lädt man das Foto. Dann ist eine neue Ebene nötig, in die der Regenbogen kommt. Sie lässt sich in der Ebenenpalette erzeugen, die in Photoshop mit "Fenster – Ebenen" aufrufbar ist. In Gimp findet man die Palette neben anderen wichtigen unten an der Werkzeugpalette angedockt. 2. Mithilfe des Verlaufswerkzeugs lässt sich ohne aufwändige Pinselei ein vielfarbiger Regenbogen erzeugen. Es ist in der Werkzeugpalette zu finden. In Photoshop ist die Schaltfläche mit zwei Funktionen belegt, die durch ein Eimerchen-Symbol und ein Verlauf-Symbol gekennzeichnet sind. Falls letzteres nicht sichtbar ist, klickt man einfach etwas länger auf die Schaltfläche. Dann werden beide Funktionen angezeigt.
3a. In Photoshop stehen oben im Fenster verschiedene Farbverläufe zur Auswahl. Wie im Screenshot gezeigt klickt man zuerst auf das eine schwarze Dreieck und dann auf ein weiteres, das einige "Spezialeffekte" zur Auswahl stellt. Unter diesen lässt sich der "Regenbogen“ wählen. 4a. Der Farbverlauf ist noch etwas modifizierbar, damit er innen etwas weniger weich als außen ist, was der Realität entspricht. Dazu wird das Symbol mit den bunten Streifen angeklickt, wodurch sie zu bearbeiten sind. Wie im Screenshot gezeigt klickt man danach auf das linke graue Kästchen. Erst dadurch lassen sich seine Eigenschaften verändern. Als Position werden die voreingestellten 70 Prozent auf 75 Prozent erhöht.
3b./4b. Gimp stellt im Kontextmenü einen ähnlichen Verlauf namens „Radial Rainbow Hoop“ bereit. Um ihn zu verändern, muss man ihn duplizieren. Dann kann man den äußeren Regler per Hand verschieben, um den Verlauf etwas zusammenzudrücken. 5. In beiden Bildbearbeitungsprogrammen lässt sich bestimmen, wie sich der Verlauf ausbreiten soll. Da er kreisförmig sein soll, ist ein "radialer Verlauf" erforderlich. Mit gedrückter Maustate lässt er sich aufziehen.
6. Wieder geht man zur Ebenenpalette. Aus einer Klappliste lassen sich dort verschiedene Ebeneneigenschaften auswählen. In Photoshop verschmilzt der Regenbogen mit "Negativ Multiplizieren" mit dem Hintergrund, in Gimp nimmt man "Bildschirm". 7. Eventuell wirkt der Regenbogen etwas aufgepinselt. Der Filter "Gaußscher Weichzeichner" macht ihn durchscheinender.
8. Mit dem Verschiebewerkzeug aus der Werkzeugpalette lässt sich der Regenbogen an einer beliebige Stelle platzieren. 9. Der untere Teil des Regenbogens muss teilweise gelöscht und zudem weich ausgeblendet werden. Dies erledigt man am besten mit einer Ebenenmaske.

In Photoshop erhält eine Ebene eine Maske, indem man ins Menü "Ebene – Ebenenmaske hinzufügen" geht und dann wahlweise "Nichts maskiert" oder "Alles maskiert" wählt. In Gimp ist der Weg "Ebene – Maske – Ebenenmaske hinzufügen". Die Maske wird beispielsweise mit einem Pinsel aufgetragen, wobei man zwischen Schwarz, Weiß und Grauabstufungen wählen kann. Ein schwarzer Pinselstrich bewirkt, dass eine Fläche durchsichtig wird und die darunter liegende Ebene zu sehen ist – der Regenbogen verschwindet. Doch kann er ebenso mit Weiß wieder sichtbar gemacht werden.

Besonders interessant sind die Grauabstufungen. Je dunkler sie sind, um so stärker wirkt sich die Maske aus. Auf diese Weise lässt man ein darunter liegendes Bild mehr oder weniger stark hervorschimmern. Daher kann man wieder einen Verlauf nutzen, um die Enden des Regenbogens auszublenden. Diesmal ist ein linearer Verlauf erforderlich im Modus "Normal", der sich vom Vorder- zum Hintergrund erstreckt. In der Werkzeugpalette muss als Vordergrundfarbe Schwarz, als Hintergrundfarbe Weiß gewählt sein. Dann zieht man wie abgebildet den Verlauf mit gedrückter Maustaste vom unteren Bildrand bis zum Ende des Regenbogens auf.

Preload Preload Preload Preload Preload Preload Preload Preload Preload Preload