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HDR Fotografie

Ringfoto Magazin

HDR-BILDER MIT PHOTOMATIX PRO
FOTOMALEREI

Wer bei kontrastreichen Motiven Zeichnung in Lichtern und Schatten erzielen will, kann eine Belichtungsreihe aufnehmen und sie anschließend per Software zusammensetzen. Photomatix Pro 3.2 ist ein Spezialist für diese Aufgabe.

Mehrfachbelichtungen – das ist nichts Neues. Hat man bei der analogen Fotografie den Film mehrfach belichtet, so schießt man heute mehrere digitale Aufnahmen und setzt sie im Rechner zusammen. Das Ergebnis sind Fotos mit Zeichnung in sehr hellen und auch dunklen Bildpartien. Die Software Photomatix Pro ist darauf spezialisiert, diese Bilder zusammenzusetzen und dabei jeweils die Bereiche mit maximaler Zeichnung zu verwenden. Bedingung dafür ist allerdings, dass die Aufnahmen ordentlich gemacht wurden: Allzu viel Bewegung sollte man dem Programm trotz Korrekturautomatik nicht zumuten – zeitaufwendige Nachbearbeitung in Photoshop und Co. wäre die Folge. Um den Einsatz eines Stativs kommt man daher fast nicht he rum. Ob sich die Aufnahmen mit vertret barem Retuscheaufwand zusammensetzen lassen, lässt sich aber erst in Photomatix selbst beurteilen. Die Bedienung des Programms ist zwar einfach, aber nicht selbsterklärend. Wir führen Sie Schritt für Schritt zur eigenen Fotomontage.

SCHRITT 1 – DATEIEN AUSWÄHLEN

Klicken Sie in Photomatix die Schaltfläche „HDR erzeugen“ an und wählen anschließend die Bilder der Belichtungsreihe aus. Statt einer Belichtungsserie lässt sich auch mit einem einzelnen Foto ein Pseudo-HDR erstellen. Das Bild sollte dabei am besten vom RAW-Konverter als 16-Bit-TIFF kommen. Mit einzelnen JPEG-Bildern aus der Kamera macht die HDR-Bearbeitung aufgrund der geringen Tonwertauflösung keinen Sinn.

SCHRITT 2 – AUSRICHTUNGSEINSTELLUNGEN

Leichte Verschiebungen der Kamera gleicht die Einstellung „Ausgangsbilder ausrichten mit“ der „merkmalbasierten Methode“ aus. Diese korrigiert dabei neben horizontalen und vertikalen Verschiebungen auch Drehungen, erfordert dafür aber eine längere Berechnungszeit. Beim Einsatz eines guten Stativs genügt in der Praxis auch die „verschiebungsbasierte Methode“.

SCHRITT 3 – WEITERE EINSTELLUNGEN

„Chromatische Aberrationen reduzieren“ entfernt Farbsäume, die beispielsweise bei Gegenlichtaufnahmen auftreten können. Ursache kann auch ein angeschraubter UV-Filter sein – versuchen Sie es mal ohne Filter. Die Einstellung „Rauschen reduzieren“ ist nur nötig, wenn die Fotos mit höherer ISO-Einstellung aufgezeichnet wurden.

SCHRITT 4 – GEISTERBILDER KORRIGIEREN

Auch wenn es mit bloßem Auge nicht sichtbar ist, schon ein leichter Windhauch genügt, um Blätter, Gräser oder Ähnliches zu verschieben. Wellengang und Wolkenzug unterscheiden sich bei nacheinander folgenden Aufnahmen ebenfalls – korrigiert werden sie alle durch die Einstellung „Hintergrund-Bewegungen“. Autos, Menschen und andere bewegte Objekte korrigiert „Objekte/Menschen in Bewegung“. Das optimalste Ergebnis ermittelt man am besten durch Ausprobieren.

SCHRITT 5 – TONE MAPPING

HDR-Bilder können in ihrer Wirkung sehr unterschiedlich ausfallen – maßgebend dafür ist die verwendete Tone-Mapping- Methode. Wenn das Bild weitgehend natürlich aussehen soll, ist die Methode „Tone Compressor“ richtig. Mehr Details ins sichtbare Spektrum holt dort ein höherer Wert für „Tonwertkompression“. Die „Kontrastanpassung“ sorgt für weichere Mikrokontraste. Den typischen HDR-Look verpasst Ihrem Bild die „Details Enhancer“-Methode. Sie verwirft die generelle Helligkeitsverteilung im Bild und setzt stattdessen auf erhöhte Mikrokontraste. Die voreingestellten „Vorgaben“ verschaffen schon mal einen groben Überblick über die möglichen Variationen fürs Tone Mapping. Im gleichen Menü können Sie eigene Voreinstellungen auch abspeichern oder später öffnen.

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